Sarau:Serão – Ein Abend Lusophoner Kultur für Jedermann

comesebebes_lauraDie Saraus, die Open-Mikes der lusophonen Welt, sind Abendveranstaltungen in denen jeder seine Kunst vorzeigen kann, sei es Theater, Musik, Poesie, Spoken Word, Literatur oder Film. Was als Kultur- und Widerstandsbewegung in den Peripherien der Brasilianischen Metropolen zuerst großen Anklang fand, ist nun in ganz Brasilien verbreitet und beliebt.

Und nicht nur dort, nein, es ist sogar schon in Köln angekommen.

Im dritten Jahr in Folge hat das Portugiesisch-Brasilianische Institut der Universität zu Köln einen Sarau veranstaltet, dieses Mal unter dem Titel “Sarau:Serão – Os sons da língua portuguesa/So (er)klingt Portugiesisch” und bot dabei viel Unterhaltung aus allen Ecken der Welt.

Das Publikum, das aus Jung und Alt, Studenten der portugiesischen Sprache am PBI, Freunden und Familie, in Deutschland lebenden und wirkenden Brasilianer und Portugiesen und Interessierten und Neugierigen bestand konnte sich auf einen abwechslungsreich geplanten Abend und kulinarische Schätze freuen. Denn auch für das leibliche Wohl war mit Coxinhas, Brigadeiros und Beijinhos, als auch Guaraná und natürlich Kölsch die ganze Zeit über gesorgt!

Studenten der Fakultät Yanelvis uapresentadores_laura2nd Marcus leiteten sympathisch und gekonnt durch die Veranstaltung, während unsere Lektoren Beatriz und Albertino den Einstieg machten und die “Semana da Língua Portuguesa” mit Mia Couto, Cheong Kin Man und Jamile de Carmo in Revue passieren ließen.

Daraufhin durfte man unter anderem einen herzerwärmenden und faszinierenden Kurzfilm über portugiesische Seniorinnen aus dem ländlichen Raum beiwohnen, ein wenig brasilianischer Samba-Musik lauschen und einige Szenen des anstehenden Theaterstücks “Hier kommt keiner durch” des Teatro Lusotaque bewundern.

ursula_lauraAuch Literatur durfte nicht fehlen. So kündigte zum Beispiel Beatriz die bevorstehende Lesung mit anschließender Diskussion mit der angolanischen Poetin Ana Paula Tavares, während Úrsula Fleming Texte von Clarice Lispector vortrug und in einem eindringlichen Text an den noch immer unaufgeklärten Mord an der Politikerin Marielle Franco erinnerte und um einen Moment der Stille um ihr zu gedenken bat.
Dem folgten mehr Musik und Gesang, und schließlich wurde nach dem geplanten Programm die Bühne der Allgemeinheit geöffnet und jeder konnte nach Lust und Laune seinen eigenen Beitrag zu dem gelungenen Abend leisten.

©Texto e fotos: Laura G. Ferreira

 

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